Moderation: Dorothée Frei-Stahl | Im Alltag passiert es erstaunlich oft, dass wir mit Verschwörungserzählungen
konfrontiert werden. Ob mit einem Freund in der Kneipe, der über „geheime
Mikrochips in Impfungen“ referiert, ein Kollege, der davon überzeugt ist, dass
uns die „Lügenpresse“ manipuliert oder der Bruder, der die „Pharmalobby“ für
alle Erkrankungen verantwortlich macht. Wieso ist es so schwer, in einem solchen
Moment einzugreifen? Und wie kann es uns gelingen, diese Aussagen als
Verschwörungserzählungen zu entlarven? Katharina Nocun stellt die wichtigsten
Tipps und Kniffe zum Umgang mit Verschwörungserzählungen vor.
Moderation: Dorothée Frei-Stahl | Im Alltag passiert es erstaunlich oft, dass wir mit Verschwörungserzählungen
konfrontiert werden. Ob mit einem Freund in der Kneipe, der über „geheime
Mikrochips in Impfungen“ referiert, ein Kollege, der davon überzeugt ist, dass
uns die „Lügenpresse“ manipuliert oder der Bruder, der die „Pharmalobby“ für
alle Erkrankungen verantwortlich macht. Wieso ist es so schwer, in einem solchen
Moment einzugreifen? Und wie kann es uns gelingen, diese Aussagen als
Verschwörungserzählungen zu entlarven? Katharina Nocun stellt die wichtigsten
Tipps und Kniffe zum Umgang mit Verschwörungserzählungen vor.
Stell dir vor, du surfst im Netz und kannst mit wenigen Klicks herausfinden, welche Tracker die von dir besuchte Seite nutzt. Und stell dir vor, du kannst mit ein paar weiteren Klicks einen Brief schreiben, in dem steht, dass du von dem Seitenanbieter wissen willst, welche Daten er wofür benutzt. Und stell dir vor, ein paar Klicks später hast du einen Brief geschrieben, in dem steht, dass der Seitenbetreiber bitte deine personenbezogenen Daten löscht, die nicht mehr zwingend notwendig sind. Genau. Mit wenigen Klicks kannst du im Internet dein Auskunftsrecht nutzen und dein Recht auf Löschung. Wie das geht? Mit einem vom Landesdatenschutzbeauftragten selbst gebauten Tool als Browser-Plugin, das Seiten analysiert und automatisiert deine Briefe schreibt – und du nur noch Name und Adresse des Seitenbetreibers einträgst.
Alvar Freude ist Leiter der Abteilung Technisch-organisatorischer Datenschutz, Datensicherheit beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg.
Stell dir vor, du surfst im Netz und kannst mit wenigen Klicks herausfinden, welche Tracker die von dir besuchte Seite nutzt. Und stell dir vor, du kannst mit ein paar weiteren Klicks einen Brief schreiben, in dem steht, dass du von dem Seitenanbieter wissen willst, welche Daten er wofür benutzt. Und stell dir vor, ein paar Klicks später hast du einen Brief geschrieben, in dem steht, dass der Seitenbetreiber bitte deine personenbezogenen Daten löscht, die nicht mehr zwingend notwendig sind. Genau. Mit wenigen Klicks kannst du im Internet dein Auskunftsrecht nutzen und dein Recht auf Löschung. Wie das geht? Mit einem vom Landesdatenschutzbeauftragten selbst gebauten Tool als Browser-Plugin, das Seiten analysiert und automatisiert deine Briefe schreibt – und du nur noch Name und Adresse des Seitenbetreibers einträgst.
Alvar Freude ist Leiter der Abteilung Technisch-organisatorischer Datenschutz, Datensicherheit beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg.
An der Hörstation können sich Besuchene informieren, wie man sich vor Überwachung schützt. Zu hören ist die Podcastreihe von Stefan Mey, die Tricks und kostenlose und leicht verständliche Programme vorstellt, die das digitales Leben sicherer machen. Stefan Mey ist Technologiejournalist und beschäftigt sich seit Jahren mit Überwachung und mit der Antwort darauf: die digitale Selbstverteidigung.
An der Hörstation können sich Besuchene informieren, wie man sich vor Überwachung schützt. Zu hören ist die Podcastreihe von Stefan Mey, die Tricks und kostenlose und leicht verständliche Programme vorstellt, die das digitales Leben sicherer machen. Stefan Mey ist Technologiejournalist und beschäftigt sich seit Jahren mit Überwachung und mit der Antwort darauf: die digitale Selbstverteidigung.
Moderation: Björn Springorum | Bis heute prägt die jahrhundertelange europäische Fremdherrschaft mit ungleichen Machtverhältnissen die Welt. Mithu Sanyal beschäftigt sich in ihrem literarischen und wissenschaftlichen Werk intensiv mit dem kolonialen Erbe, insbesondere im Kontext von Postkolonialismus, Identitätspolitik und Rassismuskritik. Einen besonderen Fokus legt sie auf den britischen Kolonialismus in Indien, wie ihr vielbeachteter Roman Antichristie zeigt, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2024 stand. Wie geht das Linden-Museum damit um und wie wirkt der Kolonialismus bis heute nach? Markus Himmelsbach, Provenienzforscher, gibt Einblicke in seine Arbeit und zeigt, wie die Geschichte des Kolonialismus noch immer unsere Gegenwart beeinflusst.
Moderation: Björn Springorum | Bis heute prägt die jahrhundertelange europäische Fremdherrschaft mit ungleichen Machtverhältnissen die Welt. Mithu Sanyal beschäftigt sich in ihrem literarischen und wissenschaftlichen Werk intensiv mit dem kolonialen Erbe, insbesondere im Kontext von Postkolonialismus, Identitätspolitik und Rassismuskritik. Einen besonderen Fokus legt sie auf den britischen Kolonialismus in Indien, wie ihr vielbeachteter Roman Antichristie zeigt, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2024 stand. Wie geht das Linden-Museum damit um und wie wirkt der Kolonialismus bis heute nach? Markus Himmelsbach, Provenienzforscher, gibt Einblicke in seine Arbeit und zeigt, wie die Geschichte des Kolonialismus noch immer unsere Gegenwart beeinflusst.
Moderation: Thomas Klingenmaier | Live-Zeichnen: Hanna Wenzel | Sprecherin: Isabel Schmier | Sie nimmt das Unheimliche ernst und bleibt dabei doch spielerisch: die in Schottland lebende Amerikanerin Victoria (V. E.) Schwab kombiniert buntes, faszinierendes Magiegeflirre mit Tiefgang und echter Anteilnahme an ihren Figuren. Junge Fantasy-EinsteigerInnen lieben ihr Werk - etwa die „Shades of Magic“-Trilogie - ebenso wie abgefeimte KennerInnen des Genres. Beim Warm-up des Fantastikfestivals Dragon Days stellt die einfallsreiche Schwab ihr bislang reifstes und dunkelstes Buch vor: „Bury Our Bones in the Midnight Soil“.
Eintritt: EUR 4 | Ermäßigt EUR 2,50 |
In Zusammenarbeit mit dem Dragon Days Festival Stuttgart
Moderation: Thomas Klingenmaier | Live-Zeichnen: Hanna Wenzel | Sprecherin: Isabel Schmier | Sie nimmt das Unheimliche ernst und bleibt dabei doch spielerisch: die in Schottland lebende Amerikanerin Victoria (V. E.) Schwab kombiniert buntes, faszinierendes Magiegeflirre mit Tiefgang und echter Anteilnahme an ihren Figuren. Junge Fantasy-EinsteigerInnen lieben ihr Werk - etwa die „Shades of Magic“-Trilogie - ebenso wie abgefeimte KennerInnen des Genres. Beim Warm-up des Fantastikfestivals Dragon Days stellt die einfallsreiche Schwab ihr bislang reifstes und dunkelstes Buch vor: „Bury Our Bones in the Midnight Soil“.
Eintritt: EUR 4 | Ermäßigt EUR 2,50 |
In Zusammenarbeit mit dem Dragon Days Festival Stuttgart
Humanoide Roboter verleihen der künstlichen Intelligenz einen Körper. Sie gelten als disruptive Technologie in vielen Bereichen: wo heute noch Menschen händische Tätigkeiten durchführen, können potentiell humanoide Roboter diese zukünftig durchführen. In dem Vortrag werden aktuelle Technologietrends beleuchtet, Studienergebnisse von über 100 Unternehmen vorgestellt und Einschätzung zu Potentialen in Produktion und Logistik gegeben.
In Zusammenarbeit mit Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Humanoide Roboter verleihen der künstlichen Intelligenz einen Körper. Sie gelten als disruptive Technologie in vielen Bereichen: wo heute noch Menschen händische Tätigkeiten durchführen, können potentiell humanoide Roboter diese zukünftig durchführen. In dem Vortrag werden aktuelle Technologietrends beleuchtet, Studienergebnisse von über 100 Unternehmen vorgestellt und Einschätzung zu Potentialen in Produktion und Logistik gegeben.
In Zusammenarbeit mit Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Im Rahmen des Aktionstags Robolab gibt es Gelegenheit, sich mit ganz speziellen Robotern aus dem Labor der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) zu unterhalten. Die aus Japan stammende Roboterperson "Andrea" verkörpert seit Ende 2022 Künstliche Intelligenz mit Haut und Haaren. Im ersten Moment ist sie nicht von einem echten Menschen zu unterscheiden. Dank der Unterstützung durch das Institut für Angewandte Künstliche Intelligenz (IAAI) der HdM und das Mercedes-Benz Museum konnte die Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr. Christian Becker-Asano diesen Roboter so programmieren, dass er Fragen zu verschiedenen Themen beantworten kann. Zusätzlich werden die Besucherinnen und Besucher ausprobieren können, wie sich ein Roboterkopf im Dialog schlägt, der mit Hintergrunddaten zur Stadtbibliothek gefüttert wurde.
Die HdM dankt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Bundesministerium für Forschung Technologie und Raumfahrt für die Unterstützung.
Im Rahmen des Aktionstags Robolab gibt es Gelegenheit, sich mit ganz speziellen Robotern aus dem Labor der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) zu unterhalten. Die aus Japan stammende Roboterperson "Andrea" verkörpert seit Ende 2022 Künstliche Intelligenz mit Haut und Haaren. Im ersten Moment ist sie nicht von einem echten Menschen zu unterscheiden. Dank der Unterstützung durch das Institut für Angewandte Künstliche Intelligenz (IAAI) der HdM und das Mercedes-Benz Museum konnte die Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr. Christian Becker-Asano diesen Roboter so programmieren, dass er Fragen zu verschiedenen Themen beantworten kann. Zusätzlich werden die Besucherinnen und Besucher ausprobieren können, wie sich ein Roboterkopf im Dialog schlägt, der mit Hintergrunddaten zur Stadtbibliothek gefüttert wurde.
Die HdM dankt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Bundesministerium für Forschung Technologie und Raumfahrt für die Unterstützung.
Mit dem neuen Super-Computer Hunter ist 2025 eine komplett neue Systemarchitektur
in das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart eingezogen – fast
doppelt so schnell wie der Vorgänger, dennoch fast 80 % weniger Stromverbrauch.
Der leitendende Mitarbeiter des Projekts Dr. Ralf Schneider wirft einen
Blick hinter die Kulissen. Im Anschluss gibt Professor Dr. Michael Resch einen
Einblick in die Zukunft des Rechnens mit größten Computern und was uns
damit alles erwartet.
In Zusammenarbeit mit dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS)
Mit dem neuen Super-Computer Hunter ist 2025 eine komplett neue Systemarchitektur
in das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart eingezogen – fast
doppelt so schnell wie der Vorgänger, dennoch fast 80 % weniger Stromverbrauch.
Der leitendende Mitarbeiter des Projekts Dr. Ralf Schneider wirft einen
Blick hinter die Kulissen. Im Anschluss gibt Professor Dr. Michael Resch einen
Einblick in die Zukunft des Rechnens mit größten Computern und was uns
damit alles erwartet.
In Zusammenarbeit mit dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS)
Moderation: Frederike Wiechmann | Faszinierend verwebt Unter weitem
Himmel Zeitebenen der isländischen Geschichte. Mit ihrem atmosphärischen
Roman spürt Berit Glanz der Frage nach, wie kultureller Austausch Identität
formt und welche Rolle dabei die Liebe spielt.
Moderation: Frederike Wiechmann | Faszinierend verwebt Unter weitem
Himmel Zeitebenen der isländischen Geschichte. Mit ihrem atmosphärischen
Roman spürt Berit Glanz der Frage nach, wie kultureller Austausch Identität
formt und welche Rolle dabei die Liebe spielt.
Moderation: Björn Springorum | Nach seinem Debütroman
Nicht von dieser Welt ist im März Michael Eberts zweiter Roman
erschienen. Die Geschichte über den Mathelehrer Dr.
Hannes Hennes ist eine philosophische Tragikomödie über
Scham, Schuld, Familie und die Macht von Zufällen. Zahlreiche
Katastrophen in Hannes´ Leben
führen dazu, dass er zunehmend in eine Lebenskrise
rutscht. Seine Ehe geht in die Brüche, die Beziehung
zu seiner Tochter zerfällt – und aus der Verzweiflung
heraus plant er, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch
vorher will er sich noch an einer letzten Heldentat versuchen:
Die skurrile Mission, das gestohlene Gehirn des
berühmten Mathematikers Carl Friedrich Gauß wiederzufinden,
führt ihn auf eine abenteuerliche Odyssee –
unter anderem in die Katakomben der Charité und in
die Welt dubioser Männerseminare.
Moderation: Björn Springorum | Nach seinem Debütroman
Nicht von dieser Welt ist im März Michael Eberts zweiter Roman
erschienen. Die Geschichte über den Mathelehrer Dr.
Hannes Hennes ist eine philosophische Tragikomödie über
Scham, Schuld, Familie und die Macht von Zufällen. Zahlreiche
Katastrophen in Hannes´ Leben
führen dazu, dass er zunehmend in eine Lebenskrise
rutscht. Seine Ehe geht in die Brüche, die Beziehung
zu seiner Tochter zerfällt – und aus der Verzweiflung
heraus plant er, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch
vorher will er sich noch an einer letzten Heldentat versuchen:
Die skurrile Mission, das gestohlene Gehirn des
berühmten Mathematikers Carl Friedrich Gauß wiederzufinden,
führt ihn auf eine abenteuerliche Odyssee –
unter anderem in die Katakomben der Charité und in
die Welt dubioser Männerseminare.
Zur Eröffnung der Videoausstellung Schaurig – gelesen – gezeichnet nimmt der
Literaturexperte Thomas Klingenmaier den Österreicher Karl Hans Strobl (1877-
1946) ins Visier. Sein ganzes Leben lang war dieser ein extrem Konservativer.
Er endete als Bejubler und Kulturapparatschik der Nationalsozialisten. Aber er
war auch einer der meistgelesenen Fantastikautoren seiner Zeit, und das aus
gutem Grund: Strobls morbide Fantasie reichte an die von Edgar Allan Poe
heran, seine besten Geschichten bieten unvergessliche Geisterbahnfahrten. Es
geht jedoch nicht darum, die Spannung zwischen dem Politschurken und dem
großen Erzähler auszuhalten. Der Fall Strobl ist besonders unter folgendem Gesichtspunkt
interessant: Man kann an ihm deutlich sehen, welche Verbindungsfäden
zwischen herrlicher Fantastik und schrecklicher Ideologie verlaufen.
Zur Eröffnung der Videoausstellung Schaurig – gelesen – gezeichnet nimmt der
Literaturexperte Thomas Klingenmaier den Österreicher Karl Hans Strobl (1877-
1946) ins Visier. Sein ganzes Leben lang war dieser ein extrem Konservativer.
Er endete als Bejubler und Kulturapparatschik der Nationalsozialisten. Aber er
war auch einer der meistgelesenen Fantastikautoren seiner Zeit, und das aus
gutem Grund: Strobls morbide Fantasie reichte an die von Edgar Allan Poe
heran, seine besten Geschichten bieten unvergessliche Geisterbahnfahrten. Es
geht jedoch nicht darum, die Spannung zwischen dem Politschurken und dem
großen Erzähler auszuhalten. Der Fall Strobl ist besonders unter folgendem Gesichtspunkt
interessant: Man kann an ihm deutlich sehen, welche Verbindungsfäden
zwischen herrlicher Fantastik und schrecklicher Ideologie verlaufen.
Selbst ein Leben lang an Übersinnlichem und Esoterik interessiert, mal als misstrauischer Skeptiker, mal als eifernder Praktiker, hat der Deutsch-Österreicher Gustav Meyrink immer wieder von einer Welt erzählt, deren Grenze zum Jenseitigem sehr durchlässig ist. Sein Roman „Der Golem“ wird noch immer gelesen, seine Erzählungen stehen zu Unrecht in dessen Schatten.
Selbst ein Leben lang an Übersinnlichem und Esoterik interessiert, mal als misstrauischer Skeptiker, mal als eifernder Praktiker, hat der Deutsch-Österreicher Gustav Meyrink immer wieder von einer Welt erzählt, deren Grenze zum Jenseitigem sehr durchlässig ist. Sein Roman „Der Golem“ wird noch immer gelesen, seine Erzählungen stehen zu Unrecht in dessen Schatten.
Als Fantast hat sich Alexander Moritz Frey nicht nur dem unheimlich Schrecklichen zugewandt, sondern auch dem Wunderlichen, Skurrilen, Surrealen und Spottwürdigen. Der vor den Nazis ins bedrängnisreiche Exil Geflohene und nie wieder Heimgekehrte ließ aber auch seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg ins Werk einfließen.
Als Fantast hat sich Alexander Moritz Frey nicht nur dem unheimlich Schrecklichen zugewandt, sondern auch dem Wunderlichen, Skurrilen, Surrealen und Spottwürdigen. Der vor den Nazis ins bedrängnisreiche Exil Geflohene und nie wieder Heimgekehrte ließ aber auch seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg ins Werk einfließen.
Schöner als der multitalentierte E.T.A. Hoffmann hat keiner je verschrobene Realität und skurrile Fantasterei gemischt. Als Jurist und Richter kannte Hoffmann den Wahnwitz von Bürokratie, Alltagsleben und Bürgerstreben nur allzu gut. Er ironisierte es mit allen Mitteln von Traum und Märchen, konnte aber auch bitter ernst werden.
Schöner als der multitalentierte E.T.A. Hoffmann hat keiner je verschrobene Realität und skurrile Fantasterei gemischt. Als Jurist und Richter kannte Hoffmann den Wahnwitz von Bürokratie, Alltagsleben und Bürgerstreben nur allzu gut. Er ironisierte es mit allen Mitteln von Traum und Märchen, konnte aber auch bitter ernst werden.
Der konservative Österreicher Karl Hans Strobl war einst ein vielgelesener Autor und ein Fantast voll dunkler Fantasie. Seine mehr als problematischen Seiten – er war überzeugter Nationalsozialist – haben dafür gesorgt, dass seine Texte aus dem literarischen Gedächtnis verschwunden sind, dabei reichte seine morbide Fantasie an die von Edgar Allan Poe heran, seine besten Geschichten bieten unvergessliche Geisterbahnfahrten. Doch zugleich sind sie politisches Gift, so dass man eins nie tun sollte – seinen Büchern und Geschichten trauen. Thomas Klingenmaier: "Misstrauen ist keine schlechte Sache, wenn sie lesen!"
Hinweis: Nicht für Kinder geeignet! Der Beitrag thematisiert Gewalt, die sensible Personen beeinträchtigen könnte.
Der konservative Österreicher Karl Hans Strobl war einst ein vielgelesener Autor und ein Fantast voll dunkler Fantasie. Seine mehr als problematischen Seiten – er war überzeugter Nationalsozialist – haben dafür gesorgt, dass seine Texte aus dem literarischen Gedächtnis verschwunden sind, dabei reichte seine morbide Fantasie an die von Edgar Allan Poe heran, seine besten Geschichten bieten unvergessliche Geisterbahnfahrten. Doch zugleich sind sie politisches Gift, so dass man eins nie tun sollte – seinen Büchern und Geschichten trauen. Thomas Klingenmaier: "Misstrauen ist keine schlechte Sache, wenn sie lesen!"
Hinweis: Nicht für Kinder geeignet! Der Beitrag thematisiert Gewalt, die sensible Personen beeinträchtigen könnte.
Die lebenslang von gesundheitlichen Einschränkungen geplagte Tochter aus westfälischem Provinzadel ist eine der noch immer einnehmenden AutorInnen des
19. Jahrhunderts. Vor allem berühmt für „Die Judenbuche“, galt ihr Interesse auch sonst dem Schimmer des Unheimlichen im scheinbar Heimeligen.
Die lebenslang von gesundheitlichen Einschränkungen geplagte Tochter aus westfälischem Provinzadel ist eine der noch immer einnehmenden AutorInnen des
19. Jahrhunderts. Vor allem berühmt für „Die Judenbuche“, galt ihr Interesse auch sonst dem Schimmer des Unheimlichen im scheinbar Heimeligen.
Journalist, Dichter, Gruselmeister und Serienpechvogel: Der Amerikaner Edgar Allan Poe schmuggelte mit seinen bildstarken, düsteren Geschichten und Gedichten europäische Skepsis und bissigen Pessimismus ins Seelenpanorama einer sich gerade krachledern selbstbewusst entfaltenden jungen Nation.
Journalist, Dichter, Gruselmeister und Serienpechvogel: Der Amerikaner Edgar Allan Poe schmuggelte mit seinen bildstarken, düsteren Geschichten und Gedichten europäische Skepsis und bissigen Pessimismus ins Seelenpanorama einer sich gerade krachledern selbstbewusst entfaltenden jungen Nation.
Die Britin Mary Mackay war unter ihrem Pseudonym Marie Corelli eine der fleißigsten Bestsellerproduzentinnen ihrer Epoche und wurde dementsprechend von männlichen Kollegen und Kritik bis hin zum Rufmord kleingeredet. Als effektbewusste Virtuosin des Sentimentalen wie des Aufwühlenden griff sie immer wieder auch auf Motive des Unheimlichen zu.
Die Britin Mary Mackay war unter ihrem Pseudonym Marie Corelli eine der fleißigsten Bestsellerproduzentinnen ihrer Epoche und wurde dementsprechend von männlichen Kollegen und Kritik bis hin zum Rufmord kleingeredet. Als effektbewusste Virtuosin des Sentimentalen wie des Aufwühlenden griff sie immer wieder auch auf Motive des Unheimlichen zu.
Der boomende Lesehunger des 19. Jahrhunderts bot schreibtalentierten Frauen die Chance auf Selbstständigkeit. Die meisten Autorinnen wurden danach
wieder aus der Literaturgeschichte verdrängt, so auch Mary Ann Bird. Ihre Geschichten und Romane sind typisch für die so gern herabgesetzte „Sensationsliteratur“: vordergründig ganz auf Unterhaltsamkeit ausgerichtet, tatsächlich aber voller Interesse an den Problemzonen der Gesellschaft.
Der boomende Lesehunger des 19. Jahrhunderts bot schreibtalentierten Frauen die Chance auf Selbstständigkeit. Die meisten Autorinnen wurden danach
wieder aus der Literaturgeschichte verdrängt, so auch Mary Ann Bird. Ihre Geschichten und Romane sind typisch für die so gern herabgesetzte „Sensationsliteratur“: vordergründig ganz auf Unterhaltsamkeit ausgerichtet, tatsächlich aber voller Interesse an den Problemzonen der Gesellschaft.
Giacomo Casanova war viel mehr als der draufgängerische Frauenheld, für den sein Name bis heute steht.
1725 geboren, stürzte sich der Venezianer mit Leidenschaft in die verschiedensten Rollen. Er studierte Jura, wirkte als Geistlicher, Finanzberater, Glücksspieler und Magier. Er war bestens vernetzt und verkehrte an den Höfen der europäischen Könige und Kaiser, aber auch mit den großen Denkern seiner Zeit wie Voltaire und Rousseau.
Zu Lebzeiten berühmt wurde er durch seine abenteuerliche Flucht aus den venezianischen Bleikammern. Weniger bekannt ist die Geschichte, wie er im Jahre 1760 bei einem Besuch in Stuttgart „nur schwere Dummheiten begehen sollte“.
Sein Leben beschloss der Tausendsassa als Bibliothekar auf dem böhmischen Schloss Dux. In dieser Lebensphase begann er mit der Niederschrift seiner Memoiren
und legte damit den Grundstein für seinen Weltruhm. Das Gesamtwerk des Giacomo Casanova enthält nicht nur erotische Abenteuer, sondern auch historische, medizinische sowie philosophische Abhandlungen. Er gilt als einer der wichtigsten Chronisten des 18. Jahrhunderts.
Rudolf Guckelsberger liest aus den autobiographischen Erinnerungen und ergänzt diese mit Passagen aus Stefan Zweigs Casanova-Biographie.
Giacomo Casanova war viel mehr als der draufgängerische Frauenheld, für den sein Name bis heute steht.
1725 geboren, stürzte sich der Venezianer mit Leidenschaft in die verschiedensten Rollen. Er studierte Jura, wirkte als Geistlicher, Finanzberater, Glücksspieler und Magier. Er war bestens vernetzt und verkehrte an den Höfen der europäischen Könige und Kaiser, aber auch mit den großen Denkern seiner Zeit wie Voltaire und Rousseau.
Zu Lebzeiten berühmt wurde er durch seine abenteuerliche Flucht aus den venezianischen Bleikammern. Weniger bekannt ist die Geschichte, wie er im Jahre 1760 bei einem Besuch in Stuttgart „nur schwere Dummheiten begehen sollte“.
Sein Leben beschloss der Tausendsassa als Bibliothekar auf dem böhmischen Schloss Dux. In dieser Lebensphase begann er mit der Niederschrift seiner Memoiren
und legte damit den Grundstein für seinen Weltruhm. Das Gesamtwerk des Giacomo Casanova enthält nicht nur erotische Abenteuer, sondern auch historische, medizinische sowie philosophische Abhandlungen. Er gilt als einer der wichtigsten Chronisten des 18. Jahrhunderts.
Rudolf Guckelsberger liest aus den autobiographischen Erinnerungen und ergänzt diese mit Passagen aus Stefan Zweigs Casanova-Biographie.